Über mich

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Von Kängurus und Mamaru

 

Wieso heißt die Trageberatung Mamaru? Kängurus und Menschen haben den aufrechten Gang gemeinsam. Dadurch entstehen noch ein paar weitere Parallelen, besonders beim Thema Geburt. Kängurubabys werden unreif geboren, sie sind dabei kaum größer als ein Daumen. Sie suchen sich nach der Geburt ihren Weg in den Beutel ihrer Mutter, wo sie die kommenden Monate verbringen. Die Mutter führt ihr Leben weiter wie vor der Geburt. Das Baby wird im Beutel gestillt, getragen und regelmäßig wird der Beutel sauber gemacht. Erst nach einigen Monaten wagt das Kängurubaby den ersten Blick aus dem Beutel und schon bald auch die ersten Ausflüge. Doch es kehrt immer wieder in die Sicherheit des Beutels zurück bis es für den Beutel zu groß geworden ist.

Das erinnert mich sehr an die ersten Monate im Leben eines Menschenbabys. Auch Menschen werden, vermutlich evolutionsbedingt aufgrund des kleinen Beckens der Mutter (aufrechter Gang) und des großen Kopfes des Babys (weit entwickeltes Gehirn), unreif geboren und sind zunächst auf die Eltern angewiesen. Die ersten Monate wollen auch Babys nur Milch trinken, getragen und gewickelt werden. Die ersten Entdeckungen können warten - genau wie beim Kängurubaby. Zwar haben wir Menschen keinen praktischen Beutel am Körper, aber wir können uns mit kuscheligen Tragehilfen oder Tüchern behelfen und erzielen damit den gleichen Effekt wie die Kängurumama.

 

So entstand der Name Mamaru.

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Ich bin Sarah, 31 Jahre alt und Mama eines Sohnes. Tragen bedeutete für mich zunächst vor allem Nähe zu meinem Kind und machte den Alltag für mich einfacher. Meinem Kind hat die Geborgenheit sichtlich gut getan. An seine Eltern gekuschelt hat er die ersten Monate friedlich geschlafen und später aus dem Tragetuch die Welt entdeckt. 

Tragen ist für mich ein wichtiger Baustein eines bindungsorientierten Umgangs mit Kindern. Die Nähe und das daraus entstehende Sicherheitsgefühl schenken dem Kind Selbstvertrauen.

Den richtigen Umgang mit dem Tragetuch zu lernen, fand ich anfangs allerdings nicht so einfach. Erst nach einer guten Trageberatung hat es geklappt. Mit der Zeit kamen Erfahrung, neue Trageweisen und einige nützliche Tricks und Kniffe dazu, die ich gerne weitergeben wollte. Daher habe ich die Schulung zur Trageberaterin an der Trageschule NRW absolviert und biete nun als Trageberaterin anderen (werdenden) Eltern Unterstützung an.